Chronik

 

 
  
Bereits seit 1860 wurde in der Schützengesellschaft Concordia Indersdorf das Scheibenschießen mit Zimmerstutzen und die Geselligkeit gepflegt. Hierzu traf man sich abwechslungsweise beim Steigerbräu (heute Gasthaus Steidle) im Ortsteil Markt Indersdorf, und beim Klosterbräu im Ortsteil Kloster Indersdorf. Wegen anhaltender Unstimmigkeiten unter den Schützenbrüdern aus Markt und Kloster Indersdorf erfolgte 1891 eine Trennung, und so wurde die „Zimmerstutzengesellschaft Klosterschützen
Indersdorf“ gegründet. Dies tat jedoch den freundschaftlichen Beziehungen beider Vereine keinen Abbruch. Heute noch zeigt eine rege, gegenseitige Teilnahme an den Vereinsveranstaltungen die enge Verbundenheit beider Schützenvereine.
  

Unsere Schützengesellschaft wuchs sehr schnell auf über 30 Mitglieder an. Am 21. Mai 1923 erfolgte die Weihe unser Fahne, die uns heute noch bei den verschiedensten Veranstaltungen begleitet. Mit der Fahnenweihe wurde zugleich das zweite Gauschießen durchgeführt. Dieses wurde im neu erbauten Schießstand in Garten der Klosterbrauerei abgehalten. Aufgrund der damals galoppierenden Inflation waren Preise im Wert von einer Million Reichsmark zu gewinnen. 1927 konnte eine Schützenkette angeschafft

werden, welche auch heute noch von unseren Schützenkönigen mit Stolz getragen wird. Die Jahre 1925 bis 1935 brachten nicht nur gesellschaftliche Höhepunkte hervor, so wurde damals mit großen Erfolg Theater gespielt, sondern auch auf sportlicher Ebene konnten große Erfolge erzielt werden. Der zweite Weltkrieg führte zur Einstellung des Schießbetriebs. Bei der Bombardierung von Kloster Indersdorf 1944 brannte unser Schützenheim (Fuchsbüchlersaal) bis auf die Grundmauern nieder, und wurde nie wieder aufgebaut. Auch für unsere Schützengesellschaft bedeutete dieser Krieg einen großen Rückschlag.

 

Nach der Währungsreform 1948 wagte man den Neuanfang mit einem Kassenstand von DM 3,18. Der noch amtierende Vorstand Franz Fuchsbüchler, zugleich Klosterbräu, und Josef Pest animierten die Schützen, sich wieder an den Schießabenden zu Verfügung, der jedes
mal im Schützenzimmer der Klostergaststätte auf- und abgebaut werden musste.

 

Im Juni 1955 trug unser Verein gemeinsam mit der Schützengesellschaft Concordia Indersdorf im Biergarten der Klosterbrauerei das vierte
Gauschießen aus, an welchem sich an 16 Schießständen über 300 Schützen beteiligten. Hierzu wurde eigens ein Festzelt errichtet. In diesem Zusammenhang feierten wir unser 60-jähriges Gründungsfest, aus welchen Gründen auch immer vier Jahre zu spät. Nach der Renovierung der Klostergaststätte im Jahre 1957 hielten wir ein großes Eröffnungsschießen ab, an dem sich 123 Schützen beteiligten.

Auch das 9. Gauschießen, verbunden mit dem 100-jährigem Gründungsfest der Schützengesellschaft Concordia Indersdorf wurde im Juni 1960 in Indersdorf ausgerichtet. Concordia und die Klosterschützen luden zum großen Gau- und Jubiläumsschießen ein. Vom 17. bis 24. Juni 1960 waren 317 Schützen an den Ständen. 80 Preise gab es zu gewinnen.

 

 

Seit Beginn des Punktrundenwettkampfs im Schützengau Dachau 1966 beteiligen wir uns mit wechselndem Erfolg an diesem Wettbewerb. Wegen des regen Zuspruchs bei den Vereinsabenden wurde 1977 der Ausbau des heutigen Schießstandes mit Aufenthaltsraum in Angriff genommen, in dem wir heute noch unsere Schießabende abhalten. Es wurden ca. 1.500
freiwillige Arbeitsstunden geleistet. Die Räume überlies uns dankeswerter Weise die Klosterbrauerei Indersdorf namentlich die Familie Fuchsbüchler-Schuster. Zur Förderung der Jungend entschloß man sich 1987 eine Jungschützenkette anzuschaffen. Seitdem wird nun auch jährlich neben dem Schützenkönig der Jungschützenkönig ermittelt. Die Jugend ist mit Begeisterung dabei. 1990 erfolgte die Eintragung in das Vereinsregister mit der Bezeichnung Schützengesellschaft Klosterschützen Indersdorf 1891 e. V.
 

 

Am 27. und 28. April 1991 feierten wir Klosterschützen unser 100-jähriges Gründungsfest mit einem Bunten Abend mit Mitgliederehrung und Tags darauf mit Kirchenzug, Festmesse, und Festzug unter großer Beteiligung der Vereine des gesamten Schützengaus Dachau. Hierzu wurde eine neue Vereinstracht angeschafft. Für die Damen wählte man die erneuerte Dachauer Tracht, die in der gesamten Bevölkerung großen Beifall fand, und in der Gemeinde Markt Indersdorf im Hinblick auf traditionelle Kleidung neue Impulse setzte. Einige Damen, die nicht zu unseren Mitgliedern zählten, sahen sich zur Anschaffung dieser Tracht animiert.

 

Nach über 34 Jahren Tätigkeit in der Vorstandschaft in verschiedenen Ämtern, zuletzt als erster Vorstand, stellte sich Xaver Isemann nicht mehr bei den Neuwahlen im Jahre 1998
zur Verfügung. Zum neuen Vorstand wurde Franz Kraus gewählt, der dieses Amt seitdem inne hat. Das letzte Großereignis fand im Oktober 2001 statt. Beim Gemeindepokalschießen des Marktes Markt Indersdorf, das unser Verein ausrichtete, beteiligten sich 388 Schützinnen und Schützen, wobei wir wieder einmal unter den 10 teilnehmenden Vereinen den 2. Platz belegten.

 

So hoffen wir für die Zukunft, dass später unsere Jungend den Verein weiterträgt, unsere Traditionen pflegt, sich Neuem gegenüber aufgeschlossen zeigt, sowie sportliche Erfolge als Auftrag und Verpflichtung zugleich für ein Weiterbestehen im dritten Jahrtausend gründen.